fige TVB-Orgateam wieder rei- bungslos über die Bühne brachte. „Da merkt man, dass wir eine richtig gut eingespielte Truppe sind, in der jeder weiß, was er zu tun und in der sich alle aufeinander verlassen kön- nen“, so Dannenberg. Beachtlich war auch die Starter- zahl von fast 500 Läuferinnen und Läufern.DamitkonntedieWerteder beide vergangenen Jahre deutlich übertroffen und wieder eine Reso- nanz wie vor der Corona-Zwangs- pause erzielt werden. Schade nur, dass sich rund um den Marktplatz nicht allzu viele Zuschauerinnen und Zuschauer eingefunden hatten. Doch die, die dabei waren, feuerten die Sportlerinnen und Sportler um- so eifriger an. Der GVG-Citylauf in Bedburg zog viele Besucher und Teilnehmer an war der Citylauf der sechste von sie- ben Prüfungen. „Hitze mögen die wenigsten Langläuferinnen und Langläufer.Toll,dassderWettergott mitgespielt hat und auch der ange- kündigte Regen ausgeblieben ist. So können wir allen Teilnehmenden Presseartikel Günter Nett erhielt den Körner-Preis. Die Laudation kam per Videobotschaft Foto: Kathrin Höhne von der Olympiasiegerin Ulrike Meyfarth. Kinder im Alter von fünf bis acht Jahren lauschen der Geschichte Die Freude am Singen und Musizieren überträgt sich Mehr als 60 Sängerinnen und Sänger des Oratorienchor Brühl führen Carmina Burana im Clemens-August-Forum auf große Sack mit Erde für die Saat he- rumgereicht wurde. Mit Begeiste- rung bemalten die Kinder die Blu- mentöpfe, auch die Mamas und Pa- pas griffen zu den bunten Spezial- Das Projekt „Kleine Naturhelden – Lesen, basteln und forschen für den Artenschutz“ soll Leseförderung und Naturschutzbildung miteinan- der verbinden. In der ungemein sympathischen Kinderbuchautorin Alina Gries hatte der Veranstalter „Buchstützen Blatzheim “ eine ein- fühlsame Autorin gefunden. Ihr ge- lang es vom ersten Augenblick an, die Kinder für die Bedeutung der In- sekten in der Natur zu sensibilisie- Fotos: Petra Nova VON MICHAEL HENKE Brühl. Zweimal im Jahr führt der Oratorienchor Brühl mit seinen mehr als 60 Sängerinnen und Sän- gern ein neues Stück auf. Dieses Mal hatte er sich unter der Leitung von Andreas Bollendorf die Carmina Bu- ranavonCarlOrffineinervomKom- ponisten autorisierten Fassung mit 25 Stücken vorgenommen. Sie sieht neben dem Chor eine Sopranistin, einen Tenor und einen Bariton vor, zwei Klaviere sowie fünf Musiker an einem großen Repertoire an Schlag- werkzeugen. In der zweiten Hälfte der Aufführung brachten die hellen Knabenstimmen der Limburger Domsingknaben eine weitere Ton- farbe in die Stücke hinein. Emotionaler Abend Die rund 300 Besucher im voll be- setzten Clemens-August-Forum er- lebten einen emotionalen und unterhaltsamen Abend. Was zum einen an der abwechslungsreichen Musik lag, zum anderen an dem Spaß, den die Amateursängerinnen und -sänger im Zusammenspiel mit denjungenProfimusikernindenSo- lostimmen und an den Instrumen- ten ausstrahlten. Die Carmina Burana ist ursprüng- lich eine Sammlung von Liedern aus dem zwölften Jahrhundert in latei- nischer und mittelhochdeutscher Sprache. Sie behandelt Themen wie Schicksal, Natur, Lieben, Leben und Trinken, teils ernst und voller Emo- tionen, teils aber auch als Spottlied Sopranistin Elisabeth Menke wusste sowohl im Zusammenspiel mit dem Ora- torienchor Brühl als auch in ihren Soloparts zu glänzen. Foto: Michael Henke voll Humor und Ironie. Die Musik von Carl Orff greift das Volksmusi- kalischeauf,transformiertesaberin zeitgenössische Kompositionen, obwohl der volksmusikalische Ton gerade bei den Tänzen und Trinklie- dern oft erhalten bleibt. Und doch darf man sich nicht täu- schenlassen.DieMusikistkunstvoll und verlangt den Musikern einiges ab: im Hinblick auf den Einsatz, der auf den Punkt kommen muss – auch mittenimStücknachdramatischge- setzten Pausen. Gerade für Amateu- re sind teils extreme Tonhöhen zu meistern, was dem Chor gerade bei „Floret silva nobilis“ (Der edle Wald grünt) und „Chramer, gib die varwe mit“gutgelang.UnddieSopranistin trieb es bei „Dulcissime“ (Süßester) so weit hinauf, dass den Zuhörern das Innenohr vibrierte. In sich hatte es auch der Wechsel zwischen leisen a cappella- und sparsam instrumen- tierten Passagen mit voluminösen, lauten, überwältigenden Abschnit- ten, in denen der Chor und das kom- plette Instrumentenensemble alles aus sich herausholten. Die Wechsel- gesänge zwischen den hohen und den tieferen Chorstimmen kamen durch die Aufstellung des Chores gut zur Geltung, da die Männerstim- men zwischen den hohen und tiefen Frauenstimmen platziert sind. Das Zusammenspiel mit Solisten und Domsingknaben ist fein austariert. Außerdem ist die Fähigkeit gefor- dert, erzählerisch zu singen und in der Stimme die unterschiedlichen Emotionen der Lieder zum Aus- druck zu bringen. Die vielen repeti- tiven Passagen erfordern durch die exakte Wiederholung des Gleichen höchste Konzentration. Das Publikum war am Ende über die gelungene Aufführung begeis- tert und nötigte dem Chor eine Zu- gabe ab. Auf dem Heimweg mag mancher festgestellt haben, dass ei- nige Phrasen aus dem Schlusslied „Fortuna Imperatix Mundi“ Ohr- wurmqualität haben. www.oratorienchor-bruehl.com | 143