Energie & Klima 4/2025 Seite 8 RheinEnergie KI braucht den „Human in the Loop“ Als innovativer Energiedienstleister setzt die RheinEnergie auch auf Künstliche Intelligenz (KI). „Der Einsatz der Technologie bringt viele Vorteile, darf aber kein Selbstzweck sein“, sagt Stephan Dieper, der IT-Experte unser Unternehmensentwicklung. Herr Dieper, Künstliche Intelligenz steckt heute in jedem Smartphone, sie zu nutzen gehört zum Alltag – wie Googeln. Auch bei der RheinEnergie? Nicht ganz. Das Thema trifft auf sehr großes Interesse bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die im privaten Umfeld be- reits ChatGPT und ähnliche Tools einsetzen. Und als Teil eines technischen Unternehmens nehmen die Kolleginnen und Kollegen besonders wahr, was sich in der Tech-Branche tut. Da entstehen Neugier und eine gewisse Erwartungshaltung, diese Möglichkeiten auch im eigenen Unternehmen zu nutzen. KI ist eine vergleichs- weise junge Technologie, bei der es fast täglich neue Entwicklun- gen gibt. Wir schauen uns sehr genau an, was der Markt bietet, welche passenden Lösungen und Anbieter sich herauskristalli- sieren. Und wir entwickeln KI-Lösungen selbst, dann sind sie für unsere Bedürfnisse maßgeschneidert. Es gibt zahlreiche mög- liche Anwendungsfelder, aber auch viel zu beachten. Zum Beispiel? Aus dem Privaten kennt man, dass KI-Tools in der Regel kostenfrei und ohne große Einschränkungen oder Bedingungen nutzbar sind. Das ist im unternehmerischen Kontext nicht so einfach. Die Daten- „Als Unternehmen mit kritischer Infrastruktur steht Sicherheit bei uns an vorderster Stelle. Das gilt auch für den Einsatz von KI.“ Stephan Dieper IT-Experte im Bereich Unternehmensentwicklung der RheinEnergie sicherheit ist besonders bei Cloud-Lösungen ein zentrales Thema, gerade für uns – ein Unternehmen der kritischen Infrastruktur. Für spezialisierte Tools fallen zudem oft hohe Lizenzgebühren an. Lö- sungen gibt es für jede Nische, aber passen sie auch wirklich gut zu dem, was wir brauchen? Wir müssen also abschätzen können, ob die Leistungsversprechen der Anbieter auch zutreffen und ob die Wirtschaftlichkeit gegeben ist. Dazu arbeiten die Anwender in den Fachabteilungen eng mit unserer IT zusammen. Der Einsatz von KI ist also echtes Teamwork? Auf jeden Fall. Alle bringen ihre Expertise ein. Es ist toll, dass die Kolleginnen und Kollegen kreativ denken und wirklich gute Ideen haben, wie KI einen organisatorischen oder technischen Pro- zess verbessern kann. Diesen Schwung fördern wir durch unser internes KI Competence Center, kurz KICC. Hier können sich die Abteilungen auf dem kurzen Dienstweg mit unseren ITlern aus- tauschen und die KI-Kompetenz, die wir im Unternehmen schon haben, nutzen. Unser Werkzeugkoffer ist gut gefüllt, auch mit selbst entwickelten Programmen, die wir immer weiterentwickeln können – das ist ja das Großartige an KI. Wie gehen Sie das Thema Sicherheit an? Mit großer Sorgfalt und ohne Abstriche. Viele KI-Systeme gleichen ja einer Black Box, wo niemand weiß, was die Datenbasis ist und wie Ergebnisse genau zu Stande kommen. Das gibt es bei uns nicht. Wir wollen Innovationen ermöglichen und müssen die Sicherheit unserer Daten und Anlagen gewährleisten. Je kritischer ein Prozess oder eine Anwendung ist, desto wichtiger ist es, dass jemand der KI auf die Finger schaut, um mögliche Fehler zu er- kennen. Den „Human in the Loop“, den Menschen im System, wird es bei der RheinEnergie deshalb immer geben. Unser Know-how geben wir nicht aus der Hand. Lust auf einen IT-Job bei der RheinEnergie? Wer die digitale Zukunft der Energieversorgung aktiv mitgestalten will, ist bei uns richtig. Infos zu offenen Stellen in unserem IT-Team gibt's online. Impressum Herausgeber RheinEnergie AG Parkgürtel 24 50823 Köln rheinenergie.com Gestaltung und Redaktion RheinEnergie AG Content Company Neo Druck Barz & Beienburg GmbH Fotos RheinEnergie AG, RheinEnergie AG/ Frank Reinhold, gettyimages/marian, Guido Wittenhagen, UMP, iStock/GMVozd, Light UP e.V., Humboldt-Gymnasium, Susanne Badde, Fatal Banal e.V., CLIMB HIGH! e.V., United Nations