Branche und Besteller g n a L r e v i l O / G A B D : o t o F DB investiert in bessere Kunden- kommunikation Verlässlicher, schneller, besser: Die Deut- sche Bahn investiert bis Ende 2027 zu- sätzlich 50 Millionen Euro, um ihre Kun- den umfassend und einheitlich über das Reisegeschehen zu informieren. Zentrale Features des Sofortprogramms „Bessere Kundenkommunikation“ sind eine über Betreibergrenzen hinweg integrierte Rei- sendeninformation, eine detailliertere und individuellere Reiseauskunft in Echtzeit so- wie neue Infomonitore an den Bahnhöfen. Das Maßnahmenpaket wird im Wesentli- chen durch die Übertragung der zentralen Datenplattform für Reisendeninformation an DB InfraGO, optimierte Prozesse in den Leitstellen und den Einsatz künstlicher Intelligenz ermöglicht: Die für betreiber- übergreifende Reisendeninformation be- nötigten Daten sind nun zentral verfügbar. Störungsinformationen können schneller verarbeitet, aufbereitet und weitergege- ben, Fahrgäste besser informiert werden. InfraGO stellt Daten zentral bereit Für Reisende bedeutet das: Hinweise zu Halteausfällen, Verspätungen, Anschluss- möglichkeiten oder Gleiswechseln kommen früher bei ihnen an und sofern sie bei bahn. de eingeloggt sind, erhalten sie rund um die Uhr in 100 Sprachen individuelle Auskünf- te zu ihrer Reise. Ab Dezember 2026 kommt mit „DB Info“ eine App samt gleichnamiger Website hinzu, die anbieterübergreifend und in Echtzeit über relevante Ereignisse entlang der Reisekette informiert. Mehr Klarheit wird es auch am Bahnsteig geben, wenn 7.000 neue Anzeiger an kleinen, mitt- leren und großen Bahnhöfen bessere Les- barkeit und mehr Platz für Informationen bieten. Kleine Stationen erhalten Anzeiger inklusive Druckknopf zum Vorlesen und einem Monitor für Bauinformationen. An großen Bahnhöfen zeigen die Displays auch Wagenklasse, Wagenreihung, Folgezüge und Serviceeinrichtungen an. Das Sofortprogramm ist Teil der „Agenda für zufriedene Kunden auf der Schiene“ und wird gemeinsam von DB und Bund umgesetzt. 2 Resilienz hat ihren Preis Der Verband Deutscher Verkehrsunter- nehmen (VDV) fordert Bund und Län- der auf, militärische Mobilität, Zivilschutz und Krisenresilienz im Verkehrssektor als staatliche Aufgabe verbindlich zu verankern und vollständig zu finanzieren. Für die Ver- teidigungsfähigkeit und Versorgungssicher- heit sei die Eisenbahn das zentrale System, betont der VDV in einem im Juni erschie- nenen Positionspapier. Damit die Schiene diese Rolle erfüllen könne, brauche es ein funktionstüchtiges, redundantes Infrastruk- turnetz. Eine Eisenbahn, die im Krisenfall trägt, sei zudem auch im Alltag robuster und leistungsfähiger. Dem ÖPNV komme im Zivil- und Katastrophenschutz die Aufgabe zu, die Grundmobilität zu sichern, Städ- te und Regionen funktionsfähig zu halten. Zugleich biete der ÖPNV zum Beispiel in Metrostationen Schutzräume für die Bevöl- kerung und mit seinen Betriebshöfen und Werkstätten Voraussetzungen für logisti- sche Unterstützung. In den klassischen Nut- zen-Kosten-Bewertungen würden Resilienz, Redundanz und Dual-Use-Anforderungen bislang jedoch nicht oder nicht ausreichend abgebildet. „Wenn der Staat von Eisenbahn und ÖPNV im Krisenfall zusätzliche Leistungen er- wartet, dann muss er auch die Vorausset- zungen dafür schaffen“, so VDV-Präsident Ingo Wortmann. „Wir brauchen verbindliche Finanzierung, belastbare Planung, klare Zu- ständigkeiten und ausreichend Personal. Resilienz entsteht nicht auf dem Papier, sondern durch verlässliche Strukturen und konkrete Vorbereitung.“ So rechnet sich der ODV Ramboll-Studie sieht On-Demand-Verkehr als Baustein des Gesamtsystems Der On-Demand-Verkehr (ODV) kann ein wirksames Instrument sein, um unter knappen finanziellen Rahmenbedingungen verlässliche Mobilität sicherzustellen und einen qualitativen Sprung im ÖPNV-Angebot zu verwirklichen. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung der Ramboll Management Consulting (Hamburg), die den ODV von mehr als 50 Betrieben in mehr als 100 Bedien- gebieten ausgewertet hat. Nicht automatisch unwirtschaftlich Der ODV dürfe weder als unbezahlbares Lu- xusangebot abgetan, noch als Allheilmittel überhöht werden. Vielmehr kommt es nach Ansicht des Autorenteams darauf an, den ODV kontextgerecht gezielt dort ein- zusetzen, wo der klassische Linienverkehr an Grenzen stößt: und in suburbanen Räumen, in ländlichen in Randzeiten, bei dünner Nachfrage oder über kommunale Grenzen hinweg. ODV und Li- nienverkehr isoliert voneinander zu betrach- ten, führt der Studie zufolge nicht weiter. Der ODV sei zwar kostenintensiv, aber nicht automatisch unwirtschaftlich. Entscheiden- des Kriterium müsse sein, welche Bedien- qualität mit welchem Mitteleinsatz insgesamt erreicht werden könne. Perspektivisch er- öffne auch das Autonome Fahren neue Ent- wicklungsmöglichkeiten. Es adressiere genau jene Herausforderungen, die heute für die Bedarfsverkehre prägend sind: begrenzte Per- sonalverfügbarkeit, eingeschränkte Betriebs- zeiten und relativ hohe Betriebskosten. Die Untersuchung rät daher, den Übergang zum autonomen Betrieb bereits bei der Pla- nung von ODV-An- geboten mit zu berück- sichti- gen. t f a h c s l l e s e g s r h e k r e v h a N : o t o F r e m i e R s u k r a M / t f i t s h c o H